© Fushimi Inari

CO2 sparen für Klima und Wald

Effiziente Öfen halbieren den Holzverbrauch in Südchina

Feuer und Rauch

Holzfeuer bestimmen den Alltag der Yi-Familien im südchinesischen Sichuan. Sie brennen fast Tag und Nacht – vor allem in den kalten Wintern. Die Feuerstelle dient dann als Kochstelle und Heizung zugleich. Auf dem offenen Feuer verbrennt eine Yi-Familie jeden Tag 70 Kilogramm Holz, das sie in den umliegenden Wäldern geschlagen hat. Die Feuer produzieren Unmengen Russ und CO2.

© Bella Roscher, WWF Schweiz

So sparen Sie CO2

Ein energieeffizienter Ofen Öfen sind effizienter als offene Feuer. Beim Kochen geht weniger Energie verloren, es entsteht weniger Russ und die Wärme wird länger gespeichert.

Weniger Brennholz 35 Kilogramm Holz pro Tag spart jeder Yi-Haushalt mit einem neuen Ofen. Pro Jahr sind das 11 Tonnen Holz aus den Wäldern des Mamize-Naturreservates, die nicht abgeholzt werden müssen.

13 Tonnen CO2 sparen Dank dem Ofen spart eine Yi-Familie jährlich 13 Tonnen CO2 ein. Das ist soviel, wie ein Durchschnitts-Schweizer* pro Jahr verursacht.

*12,4 Tonnen CO2-Ausstoss pro Kopf. Quelle: 2011, Bundesamt für Umwelt.

Der neue Ofen

Der WWF finanziert den Bau von effizienten Öfen. Denn diese lösen mehrere Probleme auf einmal: Ein Ofen verbraucht halb so viel Brennholz wie ein offenes Feuer, spart jährlich 13 Tonnen CO2 und stösst 75 Prozent weniger Russ aus. Der Bau kostet rund 300 Franken.

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Unser Ziel

Wir wollen bis im Jahr 2020 in der Provinz Sichuan 20’000 holzsparende Öfen bauen, sodass keine Familie mehr auf dem offenem Feuer kochen muss. 260’000 Tonnen CO2 können wir auf diese Weise jährlich einsparen, 28 Quadratkilometer Wald schützen.

Das Projekt in Sichuan

© Bella Roscher, WWF Schweiz

Die Herausforderung

Zum Volk der Yi zählen rund 4 Millionen Menschen in China. Die Minderheit spricht ihre eigene Sprache und verwendet eine eigene Schrift. Ihre Kultur ist über 6’000 Jahre alt. Weil Minderheiten in China kaum unterstützt werden, leben sie sehr einfach von Vieh- und Landwirtschaft. Holz ist ihr wichtigster Rohstoff. Die umliegenden Wäldern leiden stark.

© Bella Roscher, WWF Schweiz

WWF-Engagement vor Ort

Der WWF finanziert den Bau der Öfen. Das Know-how dafür haben Arbeiter aus der Stadt, der WWF bezahlt sie. Die lokale Bevölkerung beteiligt sich an den Kosten für das Baumaterial und besorgt neues Kochgeschirr. Unabhängige Experten überprüfen einmal jährlich die CO2-Emissionen und somit die Wirksamkeit der Öfen. Auch der Unterhalt und die Reparatur der neuen Öfen sind durch den WWF garantiert.

© WWF China

Das Mamize-Naturreservat

Das Mamize-Naturreservat liegt in einer entlegenen Bergregion der Provinz Sichuan, im südwestlichen Zentralchina. Sub-Alpine Mischwälder sind Heimat einer Handvoll freilebender grosser Pandas.

„Ich musste früher jeden Tag 5 bis 6 Kilometer weit gehen, um ausreichend Brennholz zu finden. Jetzt habe ich viel mehr Zeit. Was ich auf dem Ofen koche? Getreide, Kartoffeln, Reis, Bohnen und Schweinefleisch.“
Ji Gu Ri Luo